Filmarchiv hans bach Lichtspiele

Mystery Train

Mystery Train


19.April 2009, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie: Jim Jarmusch
Kamera: Robby Müller
Schnitt: Melody London
Mit: Steve Buscemi, Tom Waits, Masatoshi Nagase, Nicoletta Braschi, Joe Strummer, Sara Driver, ..

Wer war der wahre Rocker? Elvis oder Carl Perkins? Für die meisten Menschen eine banale Frage; jedoch nicht im Universum jenes phantastischen „Memphis, Tennesse“, das Jarmuschs erster Farbfilm in drei lakonischen Episoden, in einem Hotel voll Fremder entwirft: John Lurie spielt, Joe Strummer agiert, der Portier sieht verdammt aus wie Screaming Jay Hawkins – and, by the way: Elvis has not left the building ... (Michael Loebenstein)

Verleih: Stadtkino
 

Gesprengte Ketten (The Great Escape)

Gesprengte Ketten (The Great Escape)


17.Mai 2009, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie: John Sturges
Kamera: Daniel L. Fapp
Schnitt: Ferris Webster
Mit: Steve McQueen, James Garner, Richard Attenborough, James Donald, Charles Bronson, ..

 

Eine Gruppe alliierter Kriegsgefangener – vorwiegend Offiziere der Luftstreitkräfte, die wiederholt Ausbruchsversuche unternommen hatten – wird 1944 in ein neues und als besonders ausbruchssicher geltendes Lager in Süddeutschland verfrachtet. Kaum angekommen, versuchen sich die „Profis“ bereits wieder in neuen Fluchtversuchen, die jedoch alle misslingen. So beschließen Amerikaner und Briten zusammen und unter Führung von Roger Bartlett, genannt Big X, eine groß angelegte Flucht durch selbstgegrabene Tunnel. Insgesamt werden drei Tunnel gegraben – für den Fall, dass einer entdeckt werden sollte. In der Tat wird einer der drei angelegten Tunnel („Tom“) durch Zufall bei einer Barackendurchsuchung am Unabhängigkeitstag von der Lagerleitung entdeckt. Die Gefangenen planen daher nach Fertigstellung gefälschter Dokumente sowie ziviler Kleidung die Flucht durch den zweiten Tunnel. Dieser erweist sich jedoch als zu kurz, so dass die Flüchtlinge etwa sieben Meter über eine vom Wachturm beleuchtete Wiesenfläche fliehen müssen. So wird der Ausbruch, als er bereits in vollem Gange ist, von den Wärtern bemerkt. Es gelingt nur 76 von 250 zum Ausbruch bereitstehenden Leuten die Flucht aus dem Kriegsgefangenenlager. Danach zeigt der Film in kurzen Sequenzen die Flucht der Freigekommenen durch halb Europa. Sie endet jedoch nur für drei der Flüchtigen erfolgreich. Viele der Wiedergefangenen werden von der Gestapo aufgrund ihrer gefälschten Papiere und anderer Unstimmigkeiten aufgegriffen. 50 Flüchtlinge werden durch Maschinengewehrfeuer massakriert. Nur wenige Ausbrecher finden sich im Lager wieder ein.

(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Gesprengte_Ketten)

 

http://www.imdb.com/title/tt0057115/

Verleih: ABC Film

 

 

   

Brügge sehen... und sterben?

Brügge sehen... und sterben?


1.Februar 2009, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €


Regie: Martin McDonagh
Kamera: Eigil Bryld
Schnitt: Jon Gregory
Mit: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, ..


Zwei britische Profikiller hängen nach einem Auftrag, bei dem Einiges schief lief, im belgischen Brügge herum. - Getragen von exzellenten Darstellern und mit dem malerischen mittelalterlichen Stadtbild als Hintergrund entwickelt Martin McDonagh eine präzis konstruierte und genau getimte Mischung aus schwarzer Komödie und existentialistischem Drama.

Viel ist im Grunde schon vorüber, wenn das Spielfilmdebüt des Theaterautors Martin McDonagh, der schon für seinen Kurzfilm «Six Shooter» mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, einsetzt. Abgeschoben hat der Auftraggeber Harry den hageren Ray (Colin Farrell) und den schwergewichtigen Ken (Brendan Gleeson) von London ins vorweihnachtliche Brügge. Was genau beim letzten Auftrag schief gelaufen ist und warum Ray so depressiv ist, erfährt man erst später in einer Rückblende. Nun sitzen der jüngere Ray, für den es der erste Auftrag war, und der erfahrene Ken, der seinem Kollegen diesen Job vermittelt hat, jedenfalls in Brügge.

Aus dem Gegensatz der beiden von Brendan Gleeson und Colin Farrell hinreißend gespielten Killer und aus dem Ambiente der mittelalterlichen Stadt entwickelt «Brügge sehen ... und sterben?» einerseits seinen bösen Witz andererseits seine melancholische Stimmung. Während Ken lustvoll mit Reiseführer auf Erkundungstour geht und Grachten, gotische Kirchen, verwinkelte Gassen und die düsteren Bilder von Hieronymus Bosch besichtigt, hängt Ray nur missmutig im Hotelzimmer herum.

So wird dieses «Venedig des Nordens», ohne dass seine noch nicht bis zum Überdruss als Filmkulissen verwendeten Sehenswürdigkeiten selbstzweckhaft ausgestellt würden, zum dritten Hauptdarsteller und wie schon der fehlgeschlagene Anschlag für das erste Movens des Films sorgte, bringt nun das mittelalterliche Stadtbild, bei dem Strafen im Jenseits mit Bildern vom Jüngsten Gericht, Fegefeuer und Höllenvisionen fast omnipräsent sind, Bewegung in die Figuren und somit auch in die Geschichte. Schuldgefühle löst dieses Morbidität und Vanitas ausstrahlende Ambiente nämlich bei den beiden im Grunde gar nicht so hart gesottenen Killern aus.

Auch die Bekanntschaft mit einer jungen Belgierin bringt Ray nicht von den Suizidgedanken ab, die immer stärker in den Vordergrund drängen. Und bei Ken machen sich langsam fürsorgliche Gefühle für seinen Partner breit. - Aus dem Ruder laufen so die Dinge für den Auftraggeber, den Ralph Fiennes lustvoll als Parodie britischer Filmgangster anlegt. Und nach einem Tobsuchtsanfall an der Themse reist auch er über den Kanal, um die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Doch am Ende führt McDonagh in seinem perfekt konstruierten und sicher zwischen schwarzer, politisch unkorrekter Komödie, beiläufiger Reflexion über Schuld und Strafe und Memento-mori-Gedanken balancierenden Debüt doch gekonnt alle Figuren zusammen, spielt gleichzeitig auch noch metafilmisch mit dem Genre, indem er auf Nicholas Roegs in Venedig spielenden Klassiker «Don´t Look Now – Wenn die Gondeln Trauer tragen» verweist oder explizit erklärt, dass jetzt der Showdown folgen muss. Bei diesem wird «Brügge sehen ... und sterben?» auf dem Glockenturm und dem gepflasterten Marktplatz zu Weihnachtsmusik in ein ebenso blutiges wie furioses Finale münden. - Vielleicht ist ja gar nicht der Tod die größte Strafe, sondern vielleicht wäre es eine viel größere Strafe Jahre lang in dieser langweiligen belgischen Stadt – quasi einem Fegefeuer auf Erden – leben zu müssen.

 

Walter Gasperi, siehe Kultur Online


http://www.imdb.com/title/tt0780536/

Verleih: Tobis Film

 

 

   

Flieger über Amazonien

Flieger über Amazonien


Sonntag, 29.November 2009, 19 Uhr
Rathaussaal Andelsbuch (Wanderkino); Eintritt: € 6.--

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Regie: Herbert Brödl
Produzent: Nikolaus Geyrhalter


Amazonien, das sind Flüsse, Wolken, die sich himmelhoch bauschen, Wind, fette Tropfen, schwere Regen, Schönheit und Orte, wo noch kein Mensch seinen Fuß hingesetzt hat, zum Glück. Die brasilianischen Piloten Fernando und Nilton leben in der Dschungelmetropole Manaus und heben zu Lande und zu Wasser in Amazonien ab unter Bedingungen, in denen nur die Besten bestehen und der Tod gegenwärtig ist.
Herbert Brödl entwickelt seine Geschichten aus einem recherchierten realistischen Bodensatz und mischt dann mit Selbstverständlichkeit Doku, Halbdokumentarisches und Fiktion, Gefundenes und Erfundenes, authentische Figuren und Schauspieler, Realität und Fantasie, Gedanken, Stimmen und Bilder.

www.flieger-amazonien.com
   

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