Filmarchiv hans bach Lichtspiele

Flickering Lights

Flickering Lights


8.Januar 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie:     Anders Thomas Jensen
Kamera:     Eric Kress
Schnitt:     Anders Villadsen
Mit: Soren Pilmark, Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Ole Thestrup

 

Die Midlife-Crisis hat den eben 40 Jahre alt gewordenen Gangster Torkild voll erwischt. Er will sein verpfuschtes Leben endgültig hinter sich lassen und mit einem letzten Coup seine Verbrecherkarriere beenden. Aber die vier Millionen in dem gestohlenen Koffer üben einen zu starken Reiz auf ihn und seine drei Freunde aus, um das Geld einfach beim Auftraggeber abzuliefern und dafür nur eine kleine Provision zu kassieren.
Anders Thomas Jensen, Co-Autor von "Mifune" und Gewinner des Kurzfilm-Oscar für "Election Night", folgt in seinem Spielfilmdebüt seiner Vorliebe für verrückte Außenseiter in verzwickten Situationen: Da das verlassene Haus, in dem die vier Gangster Unterschlupf finden, früher ein Landgasthaus war, beginnen die Freunde, den Gasthof zu renovieren und ihren heimlichen Träumen zu frönen.
"Man hat den Eindruck, als hätte Mister Tarantino mal kurz bei Hans Christian Andersen vorbei geschaut. Herausgekommen ist dabei das Märchen von den vier Ganovenfreunden, die auszogen, um ein Restaurant zu eröffnen und dabei Spuren von Blut hinterlassen."

(Tagesspiegel)


http://www.imdb.de/title/tt0236027/
Verleih: Arsenal

 

Helden wie wir

Helden wie wir


29.Januar 2006, 21:00 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

Regie: Sebastian Peterson
Kamera: Peter Przybylski
Darsteller: Daniel Borgwardt, Adrian Heidenreich, Xenia Snagowski, Luca Lenz, Kirsten Block, Udo Kroschwald, Volkmar Kleinert

 

"Wer meine Geschichte nicht kennt, wird nicht verstehen, was mit Deutschland los ist. Ich, Klaus Uhltzscht, habe die Berliner Mauer geöffnet." Mit der ihm eigenen Mischung aus Größenwahn und Naivität erzählt Thomas Brussigs Romanheld, eine Art "Forrest Gump der untergehenden DDR", seine Version vom Fall der Mauer.
Der erste Spielfilm des Regisseurs Sebastian Peterson handelt nicht nur vom Ende eines Systems, das sich selbst für unverwüstlich hielt, er beleuchtet auch den Alltag in diesem System. Dazu werden Inszenierung und Original-Filmmaterial aus offiziellen sowie privaten Quellen der DDR miteinander verwoben. Die so unglaubliche wie unterhaltsame Geschichte kommt somit in einer speziell entwickelten, ebenso aufwendigen wie aufregenden Form auf die Leinwand: Die DDR erzählt sich selbst - und läßt so keine Fragen über ihr "Schicksal" offen.
Schon die Geburt von Klaus Uhltzscht in einem Dorfgasthaus im Vogtland ist von Historie umdröhnt: Panzer rollen gegen Prag, am Abend des 20. August 1968.
Die Politik begleitet auch den weiteren Lebensweg des eher unscheinbaren Klaus: Seine Kindheit verbringt er in einer Plattenbauwohnung an der Ost-Berliner Normannenstraße. Das Haus steht direkt gegenüber der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit. Während der Schulzeit landet der brave Sohn einer Hygieneinspektorin und eines Mannes, dessen Beruf im Dunkeln liegt, als Jungpionier neben FDJ-Chef Egon Krenz auf dem Titelblatt einer großen Illustrierten. Die Berufswahl führt den 18jährigen in die Reihen der Stasi. Und seine Liebe gilt, seit Kindertagen, Yvonne, der Tochter eines Dissidenten. Und da ist ein Traum, der Klaus und Yvonne über all die Jahre begleitet, der Traum von einem riesigen Tulpenfeld bei Amsterdam.
In den wilden Tagen der Vor-Wende-Zeit wird Klaus Uhltzscht gar zum Lebensretter: Sein Blut hilft, das Leben Erich Honeckers zu verlängern. Für Klaus hat die medizinische Geheimaktion allerdings eine fatale Folge: Der eher schüchterne junge Mann wird mit einem Gemächt ausgestattet, das alle quantitativen Vorstellungen sprengt. Und Klaus sprengt damit den Weg in die Freiheit für Millionen - in jener nun schon legendären Nacht des 9. November 1989 . . .


"Ein Unterhaltungsfilm ohne Stars, dafür mit filmischem Feingefühl. Gut." (Die Presse)

 

http://www.kinoweb.de/film99/HeldenWieWir/
FILMLADEN FILMVERLEIH

   

Der Maschinist

Der Maschinist


19.Februar 2006, 21:00 Uhr
CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

Regie:     Brad Anderson
Kamera: Xavi Giménez,Charlie Jiminez
Schnitt: Luis De La Madrid
Mit: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón

 

Der Maschinist Trevor Reznik (CHRISTIAN BALE) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, seine einzigen Bezugspersonen - die Prostituierte Stevie (JENNIFER JASON LEIGH) und die Kellnerin Marie (AITANA SÁNCHEZ-GIJÓN) - mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Albtraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen...

Nach seinem hoch gelobten Horrorfilm "Session 9" präsentiert Regisseur Brad Anderson einen weiteren Trip durch die paranoiden Abgründe der menschlichen Seele: THE MACHINIST ist ein präzises und atmosphärisch dichtes Psychogramm eines kafkaesken Helden, der von Christian Bale an der Seite von Jennifer Jason Leigh mit beängstigendem körperlichen Einsatz gespielt wird: Für die Rolle hungerte sich der zukünftige "Batman"-Star 30 Kilo von den Rippen. Ein fesselnder Psychotrip, mit dem Anderson in die Fußstapfen von Alfred Hitchcock, David Cronenberg und David Lynch tritt und damit bereits auf zahlreichen internationalen Filmfestivals beim Publikum für Gänsehaut sorgte: THE MACHINIST wurde in diesem Jahr beim Sundance Film Festival uraufgeführt und im Panorama bei den Filmfestspielen von Berlin gezeigt. Er lief im Programm des nationalen Fantasy Filmfestivals, gewann den Hauptpreis beim Neuchâtel International Fantasy Film Festival sowie den "Silver Méliès" der European Fantastic League Federation. Außerdem wurde die spanisch-amerikanische Ko-Produktion zum renommierten Karlovy Vary International Film Festival eingeladen.

 

http://www.imdb.de/title/tt0361862/
Verleih: 3L Filmverleih

   

The General

The General


12.März 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

Regie: Buster Keaton, Clyde Bruckman
Kamera: J.Devereux Jennings, Clyde Bruckman
Schnitt: Sherman Kell
Darsteller: Buster Keaton, Marion Mack, Glen Cavender

 

The General, eine der großen und dauerhaften Stummfilmkomödien, bezieht seinen Titel von dem Namen der Maschine, um den sich der ganze Film dreht. Es ist eine durch Unionstruppen entführte Lokomotive, die der Südstaatenheld mitsamt seiner Angebeteten rettet. The General erhält seine humoristischen Glanzlichter dadurch, daß er Geschehnisse von wilder Komik vor einem authentisch rekonstruierten Hintergrund ablaufen läßt, dessen oft außerordentliche visuelle Schönheit an die Bürgerkriegsfotografien Matthew Bradys erinnert. (Buchers Enzyklopädie des Films) Buster Keaton: "Ich bin auf diesen Film stolzer als auf jeden anderen, den ich gemacht habe. Ich habe ein Blatt aus dem Geschichtsbuch genommen und mich in allen Details daran gehalten."


http://www.imdb.de/title/tt0017925/
Verleih: Stadtkino Wien

   

Die Strategie der Schnecke - La estrategia del caracol

Die Strategie der Schnecke - La estrategia del caracol


2.April 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

Regie: Sergio Cabrera
Kamera: Carlos Congote
Schnitt: Nicholas Wentworth, Manuel Navia
Darsteller: Frank Ramirez, Fausto Cabrera, Florina Lemaitre, Delfina Guido

 

Wo immer eine Schnecke sich befinden mag - ihr Haus verliert sie nie. Sie trägt es auf ihrem Rücken, kann sich immer und überall dorthin zurückziehen. Was aber sollen die Bewohner eines Mietshauses in Bogotá tun, die vom Hausbesitzer, einem neureichen Yuppie, "entmietet" werden? Seit Jahren leben sie schon zusammen und fühlen sich trotz der drangvollen Enge heimisch: Jacinto, der alte Anarchist; Romero, der Anwalt, der keine Zulassung hat, doch die Gesetzestricks kennt; ein junger Revolutionär, der sich gerne auf die Massen stützt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle haben keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann: Die Strategie der Schnecke . . .
"Mit seinem skurrilen Zugang beleuchtet Regisseur Sergio Cabrera auf wundervolle Weise die Situation des Menschen im Staat: Er erzählt von Würde und Willkür, von Anarchie und Ausgeliefertsein. Und er erzählt von Treue [. . .]. Die Treue schweißt sie zusammen, und aus ihren verqueren Beziehungen entsteht diese poetische Geschichte, eine ernste Komödie über 'la dignidad' - die Würde des Menschen." (Der Spiegel)

 

"Der beste Spiegel Kolumbiens in seiner gesamten Filmgeschichte." (Gabriel García Márquez)

"DIE STRATEGIE DER SCHNECKE ist populäres Kino aus Lateinamerika im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert." (Tip Berlin)


http://www.imdb.de/title/tt0109747/
VERLEIH: FILMLADEN

   

Der Mann ohne Vergangenheit

Der Mann ohne Vergangenheit


23.April 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie: Aki Kaurismäki
Kamera: Timo Salminen
Schnitt: Timo Linnasalo
Darsteller: Markku Peltola, Kati Outinnen, Juhani Niemelä, Kaija Pakrinen, Sakari Kuosmanen

 

Ein Arbeiter kommt nachts am Hauptbahnhof von Helsinki an und wartet im benachbarten Park auf die Morgendämmerung. Drei Rowdies schlagen ihn dort zusammen und rauben ihn aus. Im Krankenhaus wird er für tot erklärt, doch er steht wieder auf und wird schließlich am Hafenufer von Obdachlosen aufgefunden. Der Mann hat seine Erinnerung völlig verloren.
Der Film ist eine tragisch-komische Sozialreportage in Form eines Märchens, erzählt mit finnischer Melancholie und viel lakonischem Humor. Auf die Frage, woher es komme, dass sein neuer Film eine relativ positive Stimmung verbreite, meinte Kaurismäki: "Wer keine Hoffnung mehr hat, muss lächeln."

"Keiner kann mit weniger mehr erzählen als er. Also: Höchste Empfehlung!" (Der Standard)

 

http://www.imdb.de/title/tt0311519/
Verleih: Stadtkino

   

Walk the line

Walk the line


21.Mai 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie: James Mangold
Kamera:Phedon Papamichael
Schnitt: Michael McCusker
Mit: Joaquín Phoenix, Reese Witherspoon, Ginnifer Goodwin, Robert Patrick

 

Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll: Die dramatische Lebensgeschichte der Musik-Ikone Johnny Cash, des seit Jahrzehnten populären Sängers, der in den letzten 10 Jahren ein beispielloses Comeback bei einer neuen jungen Generation von Fans feiern konnte. Getragen von einer Oscar-würdigen Leistung von Joaquin Phoenix (THE VILLAGE, GLADIATOR) schildert Regisseur James Mangold eindrucksvoll Cashs frühe Tage auf der elterlichen Baumwollfarm in Arkansas, seinen Aufstieg zum größten Country-Star aller Zeiten, den Absturz durch Alkohol und Drogen, die von Krisen geschüttelte Beziehung zur Liebe seines Lebens, der Sängerin June Carter (Reese Witherspoon, NATÜRLICH BLOND, SWEET HOME ALABAMA) – und am Ende den Weg zu sich selbst.

 

http://www.imdb.de/title/tt0358273/
Verleih: Twentieth Century Fox Germany

   

Good night and good luck

Good night and good luck


3.September 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0

Regie: George Clooney
Kamera: Robert Elswit
Schnitt: Stephen Mirrione
Darsteller: George Clooney, David Strathairn, Patricia Clarkson, Jeff Daniels, Robert Downey Jr.

 

Im Mittelpunkt von George Clooneys zweiter Regiearbeit Good Night, And Good Luck steht Edward R. Murrow, ein Pionier des investigativen TV-Journalismus, der mit ebendiesen Worten stets seine Fernsehsendung «See it Now» beschloß. Murrow ließ sich als einer der wenigen Journalisten im Rahmen seines Nachrichtenmagazins auf eine Konfrontation mit dem «unamerikanische Untriebe» verfolgenden Senator Joseph McCarthy ein und setzte dadurch Sendung und Karriere aufs Spiel.
Es ist eine kluge Entscheidung Clooneys, Senator McCarthy nur in Archivaufnahmen zu zeigen: So stört kein darstellerisches Virtuosentum, man kann den rasenden Paranoiker ganz authentisch erleben. Der Film spielt beinahe zur Gänze in den CBS-Fernsehstudios, und in gestochen scharfem Schwarzweiß vollzieht Clooney die nervenaufreibende Arbeit des Teams der Sendung mit und setzt im engen Ambiente auch visuell einiges in Bewegung: Gesichtszuckungen erhalten hier die Bedeutung von großen Gesten. Zigaretten sind auch bei Moderationen noch unerläßlich (und werden entsprechend beworben). Vor allem aber werden durch das Spiel mit unterschiedlichen Bildebenen immer wieder erstaunliche Effekte erzielt. Wenn zum politischen Druck noch ein ökonomischer kommt, droht der aufklärerischen TV-Arbeit das Aus. Es ist in Good Night, And Good Luck nie unklar, auf welche Gegenwart hier angespielt wird: Wir alle leben bereits in dem Zeitalter, in dem Fernsehen nur noch «Licht und Draht in einem Kasten» ist. Clooney setzt dem mit seinem Film ein Ideal entgegen, ganz ohne Nostalgie, angenehm nüchtern und konzentriert.

 

http://www.imdb.com/title/tt0433383/
Verleih: Stadtkino Wien

   

Montags in der Sonne - Los lunes al sol

Montags in der Sonne - Los lunes al sol


24.September 2006, 20:30 Uhr
CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0


Regie: Fernando León de Aranoa
Kamera: Alfredo Mayo
Schnitt: Nacho Ruiz Capillas
Mit: Javier Bardem, Luis Tosar, José Angel Egido, Nieve de Medina, Enrique Villén, Celso Bugallo

 

MONTAGS IN DER SONNE erzählt aufrichtig und berührend, kraftvoll, zärtlich und immer wieder umwerfend komisch von Freundschaft und Solidarität in schwierigen Zeiten, von Menschen, die sich ihren Witz und ihr Recht auf Glück nicht nehmen lassen. Die intelligente, warmherzige Tragikomödie erzählt von einer Handvoll Arbeitslosen in der nordspanischen Stadt Vigo, die auf unterschiedliche Weise mit ihrer Situation umgehen. Santa, der trotzige Rebell mit der großen Klappe, will das Bußgeld für den bei der Besetzung der Werft entstandenen Schaden nicht bezahlen; José kann sich nur schwer damit abfinden, dass seine Frau Ana als einzige arbeitet; Lino bewirbt sich für jede noch so absurde Stelle; Amador verlässt seinen Platz in der Kneipe des früheren Kollegen Rico kaum noch; und von Sergej, dem Russen, heißt es, er sei früher Kosmonaut gewesen. Jeden Tag nehmen sie die Fähre über die Bucht von Vigo, reihen sich ein in die Schlangen der Arbeitssuchenden, treffen sich auf ein Glas in der Kneipe. Was passiert, wenn nichts passiert? Dann wird das Nichts zum packenden Abenteuer. Dann geht es um alles.

MONTAGS IN DER SONNE, der dritte Film von Fernando León de Aranoa, avancierte mit mehr als zwei Millionen Zuschauern zum Sensationserfolg in Spanien. Im großartig zusammen spielenden Ensemble brilliert neben Luis Tosar, Nieve de Medina und José Angel Egido Javier Bardem, bekannt vor allem aus Filmen von Pedro Almodóvar und für seine Oscar-nominierte Rolle in Julian Schnabels "Before Night Falls".

 


www.montags-in-der-sonne.de


http://www.imdb.com/title/tt0319769/
Verleih: Filmladen

   

Sein oder nicht sein

Sein oder nicht sein


29.Oktober 2006, 20:30 Uhr

CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Regie: Ernst Lubitsch
Kamera: Rudolph MatéSchnitt: Dorothy SpencerMit: Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Felix Bressart

 

Siletzky, Professor Alexander Siletzky, Gestapo-Spitzel ist tot. Kein Zweifel. Die Leiche wurde in einen Sessel gelegt, und vor dem steht nun – Siletzky, Professor Alexander Siletzky (Stanley Ridges), Gestapo-Spitzel. Sehr lebendig. Nur: er ist der falsche Siletzky, in die Falle gelockt von Konzentrationslager-Erhardt (Sig Ruman), den er, der falsche Siletzky, überzeugen muss, der richtige Siletzky zu sein, will er nicht bald ebenso leblos daliegen wie der richtige Siletzky.

Ernst Lubitsch hat »In sein oder nicht sein« Polens Schicksal »in die Hand von Schmierenkomödianten gelegt«. Das erscheint Theaterprinzipal Dobosh (Charles Halton) mehr als gewagt. Eben noch hatte seine Truppe den Hamlet gegeben, die Premiere von »Gestapo« angekündigt, sie auf dringenden Wunsch der Zensur wieder abgesetzt – da hatten die Deutschen Polen überfallen und Warschau besetzt. Und nun? Werden seine arbeitslosen Schauspieler zu Widerstandskämpfern, die alles wagen, um den polnischen Untergrund vor Verrat zu schützen. Die sogar Hitler dazu bringen, Polen im Flugzeug zu verlassen und daraus über Schottland abzuspringen. Oder war es doch der zu Doboshs Theater-Kompanie gehörend Bronski (Tom Dugan), der in einem Heuschober auf britischem Boden landet?

 

»Sein oder nicht sein« (»To be or not to be«) von 1942 ist eine der brillantesten Komödien Ernst Lubitschs und zugleich eine, der zunächst einiges Unverständnis entgegengebracht wurde. Deutschland hatte sich gerade Polen einverleibt, Gestapo und SS malträtierten die Menschen. Er habe, schrieb er im Rückblick ironisch, mit »Sein oder nicht sein« drei Todsünden begangen: die Filmgenres missachtet, mit Warschau als Ort der Handlung schlechten Geschmack bewiesen und sogar amerikanische Kriegsziele gefährdet, weil er die Nazigefahr verharmlost habe.

 

Dämlich und gefährlich

 

Amerika hat den Krieg gegen Deutschland trotzdem gewonnen – und »Sein oder nicht sein« als Film gegen die Zeiten unbeschadet überstanden. Noch heute wirkt der geistreiche Witz, mit dem Lubitsch die grenzenlose Dämlichkeit wie die unberechenbare Gefährlichkeit Erhardts und seines Adjutanten bloßstellt: Sie, nicht die Theaterleute, sind die eigentlichen Schmierenkomödianten.

Obwohl: Joseph Tura (Jack Benny) ist tatsächlich ein elender Hamlet, dessen Eitelkeit grenzenlos ist, und Maria Tura (Carole Lombard) eine Schauspielerin, die man zwar nie auf der Bühne sieht, dafür auf Zeitungs- und Albumbildern. Lubitsch lässt sie mit feiner Ironie zu großen Darstellern ausgerechnet dort heranreifen, wo sie als solche auf keinen Fall wahrgenommen werden dürfen: im unmittelbaren Kontakt mit den Nazis.

Für die Bühne bringt das nichts. Als Tura, nach England geflüchtet, in der Heimat Shakespeares anhebt, den Hamlet-Monologs zu rezitieren, springt nach dem ersten Vers ein junger Luftwaffenoffizier auf und eilt dorthin, wo er schon in Warschau während des Hamlet-Monologs sich aufzuhalten pflegte: in Maria Turas Garderobe. Er kann sicher sein, auf der Bühne nichts zu verpassen.

 

http://www.imdb.com/title/tt0035446/
Verleiher: Jupiter-Film

 

   

Der Cuba Coup - Hacerse el sueco

Der Cuba Coup - Hacerse el sueco


29.Oktober 2006, 20:30 Uhr

CafeBarKino Tritsch, Egg (Lichtspiele); Eintritt: 6,0 €

 

Hacerse el sueco, “den Schweden spielen”, das heißt in kubanischer Umgangssprache auch: sich ahnungslos stellen, das Unschuldslamm mimen. Dies gelingt dem deutschen Ganoven Björn (Peter Lohmeyer) in jeglicher Hinsicht. Als harmloser schwedischer Literaturprofessor getarnt sucht er Unterschlupf vor der europäischen Polizei in der Touristenmetropole Havanna. Ausgerechnet in einem Polizistenhaushalt, bei dem pensionierten Amancio (Enrique Molina) und seiner Frau Concha (Coralia Veloz), findet der Gangster eine Adoptivfamilie. Mehr noch: er verliebt sich in Amancios Tochter Alicia (Ketty de la Iglesia). Was ihn nicht davon abhält, seinen kriminellen Machenschaften weiter nachzugehen. Darunter haben besonders die einheimischen Straßengangster zu leiden: Der Ausländer nimmt ihnen die Arbeit weg. Da die Polizei versagt, macht sich Havannas Unterwelt unter der Leitung Rigobertos (Mijail Mulkay) selbst auf die Jagd nach dem Konkurrenten...

 

http://www.imdb.com/title/tt0276176/
Filmverleih: Polyfilm

 

   

Page 6 of 9